Der MAWV hat in der Vergangenheit eine sehr gute Arbeit geleistet. Mit dem ZEWS-Projekt erhielt auch Schulzendorf ein leistungsfähiges Abwasserentsorgungsnetz. Es gab Unterstützung beim Straßenbau. Doch seit auch der MAWV rückwirkend Beiträge für sogenannte Altanschließer erhob, hat das Vertrauensverhältnis zwischen Verband und Grundstücksbesitzern Schaden genommen. Mit Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 12. November 2015 ist entschieden, dass diese rückwirkende Anwendung gegen das verfassungsrechtliche Rückwirkungsverbot verstößt und somit verfassungswidrig ist. Landesregierung und die Kommunalaufsicht unseres Landkreises hatten die Verbandsvertreter unter Androhung der persönlichen Haftung dazu gedrängt, rückwirkend Beiträge zu erheben. Tausende Grundstückbesitzer haben dagegen Widerspruch eingelegt, der vom MAWV abgewiesen wurde. Auch alle nachfolgend erhobenen Ansprüche auf Rückzahlung wurden vom MAWV nicht anerkannt. Als Bürgermeisterin werde ich mich in der Verbandsversammlung dafür einsetzen, dass der MAWV nach Recht und Gesetz verfährt. Für mich ist es selbstverständlich, Positionen, die die Gemeindevertretung mehrheitlich beschlossen hat, auch als Verbandsvertreterin in den MAWV einzubringen. Ich vertrete die Auffassung, dass alle Beiträge zurückzuzahlen sind. Sowohl die Ansprüche jener, die Widerspruch eingelegt haben als auch derjenigen, die auf ein gesetzeskonformes Handeln des MAWV vertraut haben.